Ferien in Engadin Scuol Zernez

Auf den Spuren der Unterengadiner Mineralquellen

Mineralwasserweg Scuol

Auf einer Strecke von nur sechs Kilometer entspringen in der Region Ftan - Scuol - Tarasp - Sent auf beiden Seiten des Inns über zwanzig Mineralquellen. Seit alters her legen diese den Grundstein für den Bädertourismus im Unterengadin. Ihre Entstehung verdanken sie dem Phänomen des geologischen Unterengadiner Fensters zwischen Giarsun und Pfunds. Die Mineralquellen sind öffentlich zugänglich und die meisten Mineralwasser können degustiert werden.

San Jon Dadaint-Quelle - Informationstafel zum Mineralwasserweg Scuol
Wandernd zu den Mineralquellen
Erfahren Sie hier, wie Sie die Mineralquellen besuchen können.
Zur Wegbeschreibung Flyer zum Mineralwasserweg Scuol

Entstehung Mineralwasser und Quelltypen

Wie entsteht Mineralwasser?

Über Klüfte, Brüche, Poren und Karstöffnungen kann Meteorwasser (Regen- und Schmelzwasser) in den Untergrund eingdringen. Je nach Weg, den sich das Grundwasser sucht, entscheidet sich, ob das Wasser als "gewöhnliches" Trinkwasser oder als "hochmineralisiertes" Mineralwasser an die Oberfläche dringt. Der Quellaustritt erfolgt meist an der tiefsten Stelle, die durch die Erosion freigelegt wurde, also in Talbodennähe. Das Unterengadiner Mineralwasser entspringt dem Bündner Schiefer. Entscheidend für dessen Mineralisierungsgrad sind dabei die Faktoren 

  • Aufenthaltszeit des Wassers im felsigen Untergrund,
  • die Eindringtiefe
  • sowie die davon abzuleitenden Druck- und Temperaturbedingungen.

Trift Grund- oder Kluftwasser in grossen Tiefen auf magmatisch aufsteigendes oder durch Gesteinsmetamorphose entstandenes Kohlendioxidgas, wird es damit angereichert und es entsteht kohlensäuehaltiges, sogenanntes "Sauerwasser" oder ein "Säuerling". Dieses löst je nach durchflossenem Gestein verschiedene elemente aus dem Gestein wie z.B. Natrium, Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Chlorid oder Sulfat. Meist tritt es erst nach mehreren Jahren oder Jahrzehnten als Mineralwasser zu Tage. Die Mineralquellen in der Region um Scuol treten als kalte Quellen (5-8°C) an die Erdoberfläche. Die Quellen Carola, Vi, Sotsass und Lischana haben eine Verweildauer im Untergrund von ca. fünf Jahren. Bis zu 25 Jahren benötigen die Quellwässer Lucius, Emerita, Sfondraz und Bonifazius zum "reifen".

Quelltypen

Die im Jahr 1369 erstmals schriftlich erwähnten und von Paracelsus im Jahre 1533 hoch gelobten "Heilquellen" können aufgrund ihrer wichtigsten Inhaltsstoffe in Gruppen unterteilt werden.

Inhaltsstoffe Quellen
Natrium-Hydrogencarbonat-Chlorid- Sulfatsäuerling Bonifacius, Funtana da Suolper
Calcium-Hydrogencarbonat-Eisensäuerling Carola, Chalzina, Clozza, Fuschna, Rablönch, San Jon Dadaint, Sotsass, Vi
Natrium-Calcium-Hydrogencarbonat-Chlorid-Sulfatsäuerling Emerita, Lucius, Sfondraz
Natrium-Magnesium-Hydrogencarbonat-Sulfat-Säuerling Lischana

Mineralwasser-Angebote

Erfahren Sie mehr über das Mineralwasser und dessen Erlebnisse.

Zu den Angeboten

Mineralwasserbrunnen

  • Eichhörnchen-Brunnen

    Der Brunnen mit dem Eichhörnchen führt das Wasser der Clozza-Quelle und lädt mit dem roten Bänklein daneben zu einer kleinen Pause ein.

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  • Dorfbrunnen Bagnera

    Der Bügl Bagnera enthält das Wasser der Vi-Quelle und befindet sich in der Nähe des Bogn Engiadina.

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  • Dorfbrunnen Bügl Grond

    Der Bügl Grond befindet sich im Unteren Dorfteil inmitten eines grossen Platzes, umringten von schön erhaltenen Engadiner Häuser.

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  • Dorfbrunnen Plaz

    Auf dem Dorfbrunnen Plaz thront eine Holzfigur und im Sommer erfreuen sich die Spaziergänger am prächtigen Blumenschmuck.

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  • Dorfbrunnen Plazzetta

    Der Plazzetta-Brunnen steht im oberen Dorfteil von Scuol und liegt eingebettet zwischen alten Engadiner Häuser.

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