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Lavin

Ruinen Gonda

Da kaum Dokumente über Gonda vorliegen, ist über die Geschichte des Dorfes wenig bekannt. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1161; 1317 wird ein Gebhard von Gonda erwähnt. Im 16. Jahrhundert wird Gonda als Fraktion von Lavin bezeichnet. Ulrich Campell beschreibt Gonda 1570 in seiner «Raetiae alpestris topographica descriptio» als Dorf mit rund 30 Häusern. 1741 erwähnt Nicolin Sererhard in der «Einfalte Delineation aller Gemeinden gemeiner dreien Bünden» Gonda als verlassen und unbewohnt.

Wann genau und warum Gonda von seinen Bewohnern aufgegeben wurde, ist nicht bekannt; sicher spielten mehrere Gründe eine Rolle. Neben der schwierigen wirtschaftlichen Situation zu Beginn des 17. Jahrhunderts und der österreichischen Invasion um 1620 durch Alois Baldiron während der Bündner Wirren kamen Naturbedrohungen durch Lawinen und Überschwemmungen des Baches in unmittelbarer Nähe hinzu.

Neben der Ruine der Kirche sind Mauerreste von weiteren neun Gebäuden erhalten. Die zum Teil stark überwachsenen Ruinen stehen in von Strauch- und Baumgruppen durchsetztem Wiesland. In Wänden einiger sind noch Fenster- und Türöffnungen zu erkennen.

1983 gründete die Gemeinde Lavin die Stiftung «Fundaziun Pro Gonda». Sie bezweckt die Erforschung der Geschichte der Siedlung und die Erhaltung und Sicherung ihrer Ruinen. Bei Gonda bietet sich die seltene Gelegenheit, eine mittelalterliche Dorfstruktur zu erforschen, die nicht durch nachträgliche Überbauungen zerstört wurde.

Weitere Informationen und Anreise

Ruinen Gonda

7543 Lavin

Quelle: Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG
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