Ferien in Engadin Scuol Zernez

mit Martina unterwegs

Wanderung zu den Jöriseen

Alle Details zur Wanderung

Fantastische Ausblicke wechseln sich auf dieser Wanderung mit schweisstreibenden Anstiegen und erfrischenden Bergseen ab. Der Weg zu den glasklaren, tiefblau schimmernden Jöriseen im Gebiet zwischen Unterengadin und Davos wird mit zahlreichen Highlights belohnt!

Von Martina Stadler

Um es gleich vorneweg zu nehmen: beim nächsten Mal würden wir es wohl anders machen und unsere Wanderung nicht bereits in Susch sondern erst bei der Haltestelle Prà Dadoura an der Flüelapassstrasse beginnen. So könnte man sich den ersten Anstieg auf der Forststrasse sparen und dafür mehr Zeit an den Jöriseen verbringen. Aber wir haben Glück: zwei Gleitschirmflieger nehmen uns in ihrem Auto die ersten gut 500 Höhenmeter mit – und so ist am Ende dennoch genügend Zeit für das Nickerchen an der Sonne.

Wanderung zu den Jöriseen ab Susch im Unterengadin

Richtig losgewandert sind meine Kollegin und ich also erst auf knapp 1900 m ü. M., von wo wir auf dem Panoramaweg Richtung Alp Fless Dadoura gelaufen sind: zuerst relativ flach und mit fantastischen Aussichten, danach etwas steiler durch den Wald bis hinunter zum Bach Aua da Fless (hier käme man auch ab Prà Dadoura dazu). Auf der Alpstrasse wandern wir nun weiter bachaufwärts bis zur Alp Fless Dadaint, wo wir eine erste kleine Pause machen, um uns für den bevorstehenden Anstieg zu stärken.

Alp Fless Dadaint im Unterengadin

Der Weg auf den Jöriflesspass ist zu Beginn eher steil aber nicht ausgesetzt und deshalb gut machbar. Im Zick-Zack über die blumenbewachsenen Alpflächen und mit Blick auf einen kleinen Wasserfall geht es zügig hinauf und nach einer guten halben Stunde erreichen wir eine Anhöhe. Die Hoffnung, dies könnte bereits die Passhöhe sein, müssen wir jedoch begraben. Der Weg steigt nun wieder mässig und nach einer weiteren guten halben Stunde überqueren wir ein letztes winziges Schneefeld und erreichen den Jöriflesspass.

Aufstieg zu den Jöriseen von Susch im Unterengadin

Spätestens jetzt wissen wir sicher: jede Schweissperle hat sich gelohnt! Die Seenplatte auf ca. 2550 m ü. M. bietet hinter jeder Biegung neue Highlights. Die Wahl, an welchem der glasklaren und tiefblau schimmernden Seen wir unsere Mittagspause einlegen sollen, fällt entsprechend schwer. Am vorletzten der sieben Seen, die wir passieren, machen wir es uns schliesslich am Ufer gemütlich. Während andere mutig (aber offensichtlich mit viel Überwindung) eine Runde schwimmen, ist für uns ein Fussbad im kalten Wasser bereits Abkühlung genug.

Wanderung und Ausblick auf die Jöriseen ab Susch

Gestärkt machen wir uns am Nachmittag auf zur Schlussetappe. Um die Passhöhe Jöriflüelafurgga und damit den höchsten Punkt der Wanderung zu erreichen (2740 m ü. M.), heisst es noch einmal ein bisschen durchhalten. Die letzte Steigung hat es in sich und führt gegen Ende über leicht felsiges Gelände mit einigen grösseren Absätzen. Dank Seilen am ein oder anderen Ort ist diese Passage aber gut machbar. Und das beste: von hier oben erhalten wir nochmal einen fantastischen Panoramablick auf die Jöriseen.

Abstieg Wanderung Jöriseen ab Susch im Unterengadin Ausblick auf die Jöriseen

Nun geht’s talwärts, zuerst über leicht gerölliges Gelände, danach über Alpwiesen mit friedlich grasenden Kühen. Unser Ziel ist die Bushaltestelle Wägerihus an der Flüelapassstrasse, von wo aus wir mit dem Postauto zurück nach Susch fahren. Hier empfiehlt sich eine gute Zeitplanung, damit man möglichst bald einen Anschluss hat.

Unser Fazit: eine wunderschöne Wanderung mit kurzen anspruchsvollen Abschnitten, die vor allem durch die zauberhafte Landschaft auf dem Hochplateau mit den Jöriseen besticht.

Highlights Wanderung Jöriseen ab Susch im Unterengadin

Wichtig zu wissen:

  • Anreise: Mit der RhB oder dem PW nach Susch (oder hinauf bis zur PostAuto-Haltestelle Prà Dadoura)
  • Dauer: ca. 8 h ab Susch (ab Prà Dadoura ca. 5.5 h)
  • Tipp: ein erfrischendes Bad in einem der glasklaren Bergseen (manch einem reicht es wohl auch, einfach nur die Füsse zu kühlen)
  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk, dem Wetter angepasste Wanderbekleidung, ggf. Wanderstöcke, Proviant und Wasser für unterwegs
Martina Stadler
Martina Stadler

Martina Stadler lebt seit 2017 in Scuol und ist Tourismusdirektorin der Ferienregion Engadin Samnaun Val Müstair. In ihrer Freizeit ist sie gerne in der Natur unterwegs – sei es beim Wandern, Skifahren oder auf dem Pferderücken.

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